Kurze Chronologie der Kleinbahn Osterode-Kreiensen:
1865 - Nach dem Plan der Königlichen Regierung wird ein Gesetz erlassen, daß zwischen Osterode und Northeim eine Bahnstrecke entstehen soll (Anbindung der Region an die wichtige Northeimer Nord-Süd-Verbindung).

1866 - Statt über Osterode wird von Berka aus eine Verbindung über Herzberg nach Nordhausen geschaffen.

1870 - Zwischen Herzberg und Seesen wird zum Ausgleich eine eingleisige Nebenstrecke gebaut, was für Osterode einen Anschluß an bedeutende Bahnverbindungen nur nach mehrfachem Umsteigen ermöglicht.

1893 - Die Landesregierung lehnt den Bau einer Staatsbahn durch das (schienen-)unerschlossene `Alte Amt´ Westerhof ab.

1896 - Der Kreistag beschließt den Bau einer Kreisbahn von Osterode über Westerhof und Kalefeld nach Kreiensen.

1898 - Freigabe der Strecke Osterode-Förste (9,4 km).

1899 - Freigabe der Strecke Westerhof-Kreiensen (15,8 km).

1901 - Inbetriebnahme der Kleinbahn auf ihrer ganzen Länge (32,8 km). Ihre Spurbreite beträgt 750 mm. Ihre Streckenführung verläuft über zahlreiche Brücken, zwei Viadukte und durch einen 470 Meter langen Tunnel im Westerhöfer Wald, wobei sie 112 Höhenmeter bewältigt. Bei einem jährlichen Frachtaufkommen von durchschnittlich 70.000 Tonnen befödert sie bis zu 450 Personen am Tag. Die Baukosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Reichsmark.

1940 - Vollspuriger Ausbau der Strecke Kalefeld-Kreiensen (bis heute für Güterverkehr in Betrieb).

1967 - Abbruch der Bahnstrecke aus wirtschaftlichen Gründen.

Literatur:

Im Internet zu bewundern ist die Kleinbahn im Online-Museum von Herrn Bernd-Joachim Nolte aus Kalefeld!