1945 - Das Kriegsende in Lerbach
April 1945
- Deutsche Truppen ziehen sich durch Lerbach in den Harz zurück. Der Volkssturm errichtet Panzersperren mit gefällten Bäumen (Karlsteich). Ein `Königstiger´ bleibt vor der damaligen Schule liegen, ein weiterer wird nach Kettenschaden `oberhalb von Scheerschmidt´ von seiner Besatzung gesprengt (Schönfelder, 2005).
- Ein `Königstiger´ mit Motorschaden wird von der Kurve am `Kukhold´ (Kuhkolk?) von einem zweiten Panzer bis zum `Bodestieg´ geschleppt und dort von seiner Besatzung gesprengt. Der zweite `Königstiger´ zieht sich Richtung Clausthal zurück, bleibt aber in Höhe `Zimmermannsplatz´ stecken und wird ebenfalls gesprengt (Koch, 2002).
8. April
- Am Orteingang von Lerbach wird während des `Todesmarsches´ von KZ-Häftlingen aus `Dora´ von Osterode nach Oker ein junger Franzose erschossen (Neander, 1993).
- Nach dem Krieg, 1948/1949, werden zwischen Lerbach und Heiligenstock `verteilt, überall am Wege im Wald´ die Gebeine von etwa 8 Häftlingen gefunden (Neander, Projekt Wegzeichen, 2001).
12. April
- Die Straßen oberhalb von Lerbach und am Waldschwimmbad werden zur Sprengung vorbereitet. Der SS-Soldat, der die Sprengung durchführen soll, setzt sich am nächsten Tag in Zivilkleidung Richtung Buntenbock ab, ohne seinen Auftrag ausgeführt zu haben (Koch, 2002).
13. April
- Lerbach wird kampflos von den Amerikanern besetzt. Es wird kein Widerstand mehr geleistet (Schönfelder, 2005).
- In der Nacht fallen bei Kämpfen am Weghaus 8 Soldaten (Koch, 2002).
14. April
- 9:00 Uhr: Lerbach wird von Osterode aus durch Truppen des 2. Bataillons des 18. US-Infanterieregiments kampflos besetzt (Bornemann, 1974,).
15. April
- Von Lerbach aus beschießt amerikanische Artillerie das Gebiet um Riefensbeek (Bornemann, 2005).
April/Mai
- Im Keller seines Hauses wird ein Lerbacher Einwohner `von Polen´ erschossen. Vieh wird gestohlen, es herrscht `eine gewisse Anarchie´. Beim Spielen mit weggeworfenen Flakgranaten sterben zwei Lerbacher Kinder (Schönfelder, 2005).